DIE KÜNSTLERIN HINTER ATELIER AMARI
Atelier Amari entstand aus dem Wunsch, wieder Raum für Wahrnehmung,
Tiefe und langsames Entdecken zu schaffen.
Viele meiner Arbeiten entstehen in Schichten. Struktur, Farbe, Graphit, Tinte und unterschiedliche Materialien verbinden sich zu Oberflächen,
die Spuren von Veränderung tragen. Im Mittelpunkt stehen Fragmente, Brüche und freigelegte Details. Sie laden dazu ein, nicht nur zu schauen, sondern zu entdecken.
Sandra · Atelier Amari
KI-unterstützte Darstellung
WIEDER ANKOMMEN
Die Rückkehr zur Kunst
war zugleich die Rückkehr zu etwas Wesentlichem.
Nach Jahren, in denen vieles von Tempo, Funktion und Anforderungen geprägt war, wurde das künstlerische Arbeiten für mich wieder zu einem Ort des Ankommens und Innehaltens.
Dabei fand ich nicht nur zur Kunst zurück, sondern auch zu etwas, das mich immer ausgemacht hat: zu meiner Neugier, meiner Sensibilität für das Unscheinbare und meiner Freude am Gestalten. Es war eine Rückkehr zu meinem eigenen Rhythmus und zu der Freiheit, Dinge entstehen zu lassen, ohne sie von Anfang an festlegen zu müssen.
Daraus entwickelte sich eine Arbeitsweise, die Zeit, Material und Veränderung bewusst einbezieht.
DER KÜNSTLERISCHE PROZESS
Das Ergebnis steht nie am Anfang.
Ich beginne nie mit einem fertigen Bild im Kopf. Am Anfang stehen eher Themen und emotionale Spannungen, die mich beschäftigen. In meiner aktuellen Werkphase sind das Schutz und Verletzlichkeit, Stärke trotz Verwundbarkeit und die Frage, was uns standhalten lässt. Dazu kommen Gegensätze wie Licht und Schatten, Altes und Neues, Verborgenes und Freigelegtes, Verletzung und Aufbruch.
Dabei möchte ich etwas von Widerstandskraft, Veränderung und dem Weitergehen trotz Brüchen sichtbar machen. Wie sich diese Themen im einzelnen Werk zeigen, entsteht jedoch erst während des Arbeitens. Ich reagiere auf das, was auf der Fläche entsteht.
Eine Spur, eine Verdichtung, ein Bruch oder eine Farbe kann bestimmen, wie es weitergeht. Ich überarbeite, nehme zurück, lege frei und baue wieder auf.
Licht gehört für mich wesentlich dazu. Reliefs, matte und reflektierende Flächen verändern sich je nach Lichteinfall. Was aus einer Richtung kaum auffällt, kann aus einer anderen deutlich hervortreten. Auch Abstand und Blickwinkel verändern, was man wahrnimmt.
Den Verlauf eines Werkes möchte ich nicht vollständig kontrollieren. Und auch später gebe ich keine feste Deutung vor. Ein Werk soll genug Eigenständigkeit behalten, damit jemand davor stehen, genauer hinsehen und selbst etwas darin entdecken kann.
SPUREN UND SCHICHTEN
Manche Dinge zeigen sich erst, wenn man länger hinsieht.
Meine Arbeiten bauen sich in Schichten auf. Farbe, Graphit und Graphitpulver treffen auf Sand, reliefbildende Massen und Fundstücke aus der Natur. Ich trage auf, überarbeite, verdecke und lege wieder frei. So bleiben frühere Arbeitsschritte in der Oberfläche erhalten.
Viele meiner Arbeiten erinnern an verwitterte Mauern, alte Krusten oder aufgebrochene Flächen. Mich beschäftigt, was geschieht, wenn sich solche Schichten lösen, etwas darunter zum Vorschein kommt und Neues sichtbar werden kann.
Risse, Kanten, Verdichtungen, Reliefs und eingelagerte Fragmente sind Teil des Aufbaus, keine nachträglichen Effekte. Licht, Abstand und Blickwinkel verändern, wie diese Strukturen wahrgenommen werden.
Ich arbeite heute überwiegend auf Leinwand. Ein Original wirkt nicht nur über Farbe und Form, sondern auch über seine tatsächliche Oberfläche, Tiefe und Materialität. Diese Wirkung lässt sich in einer Reproduktion nur zum Teil vermitteln.
Meine künstlerische Arbeit entwickelt sich weiter.
Kunst und eigenes Gestalten gehörten bis ins junge Erwachsenenalter selbstverständlich zu meinem Leben. Ich hätte gern Kunst studiert, entschied mich damals jedoch für ein Studium in einem anderen Bereich. Mit Beruf und Alltag rückte die Kunst über viele Jahre in den Hintergrund.
Erst später fand ich wieder zu einer kontinuierlichen künstlerischen Arbeit zurück. Heute arbeite ich freiberuflich als Künstlerin und baue mein Portfolio konsequent weiter aus.
Meine Bildsprache gewinnt mit jeder Arbeit weiter an Präzision. Neue Materialien und Arbeitsweisen kommen hinzu, wenn sie zu meiner künstlerischen Sprache passen und ihre Möglichkeiten erweitern.